Festlicher Apfelstrudel
So, nach einem gescheiterten Anlauf ist das jetzt aber endgültig mein Beitrag zum Vegan Kaffeklatsch! Viel Freude damit! :)
Es gibt so ein paar Dessertklassiker, die mir wirklich immer schmecken. Und ihrem Beliebtheitsgrad nach zu urteilen, auch den meisten anderen Leuten. Mousse au Chocolat zb. Chocolate Pots. Tarte Tatin. Panna Cotta (ja, das geht auch in vegan!). Und Apfelstrudel gehört für mich auch in diese Kategorie.
Früher, als mein Onkelvater noch in Frankfurt gearbeitet hat, war ich manchmal mit ihm Kaffe trinken, meist beim Wacker, aber auch ein paarmal im Café Mozart, einer Frankfurter Institution. Hier ist alles ein bisschen altbacken und träge (man beachte das schicke Schuhwerk der Kellnerinnen), die Tische voll mit reichen, alten Menschen und hin und wieder herausgeputzen Lackaffen der alten Schule. Der Herr Reich-Ranicki verkehrt hier auch zuweilen. Zum ersten Mal bewusst Apfelstrudel gegessen habe ich dort, so richtig mit allem drum und dran, mit einer Kugel Vanilleeis und einem dicken Klecks Schlagsahne.
Ich finde, meine vegane Varianten ist ebenso hervorragend wie der Strudel in meiner Erinnerung. Und wie die Küche beim Backen duftete! Priceless. Das könnte ich wirklich jeden Tag essen. Ich nehme fertigen Blätterteig statt Strudelteig, das ist nicht nur praktischer, sondern schmeckt mir tatsächlich auch besser.
Zutaten
- 1/2 Kilo säuerliche Äpfel
- Saft von 1 Zitrone
- 80g Mandelstifte
- 60g Rosinen
- 50g Alsan
- 60g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 gestrichener TL Zimt
- 4 EL Rum, Sherry oder Whiskey
- 1 gehäufter TL Speisestärke
- 1 Rolle Fertigblätterteig (zb von Rewe Bio)
Als Beilage und zum Dekorieren
Ofen auf 180° vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Rosinen in Rum oder in anderem hochprozentigen Alkohol einlegen. Äpfel schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft vermischen. In einer großen Pfanne die Mandelstifte kürz anrösten. Butter, Zucker und Zimt dazugeben und alles leicht karamelisieren lassen. Die Apfelscheiben dazugeben und gut untermischen. Vom Herd nehmen und gründlich mit der Stärke vermischen.
Den Blätterteig auf ein Tuch legen und die Füllung auf dem Teig verteilen, dabei überall etwas Rand lassen. Vorsichtig einrollen und auf das Blech legen; wie das geht, kann man hier ganz gut sehen (bei 4:52 min). Damit der Strudel nicht einreißt, in regelmäßigen Abständen kleine Schlitze in die Oberseite schneiden. Den Strudel circa 25-30 Minuten backen, bis die Oberseite goldbraun ist. Noch warm mit einer Kugel Vanilleeis und etwas Puderzucker bestreut servieren.
Wer es ganz dekadent braucht, nimmt noch einen Klecks Kokossahne dazu. Oder wenn es schnell gehen soll, Leha Schlagfix, die meiner Meinung nach beste vegane Sprühsahne.